Aquarien (lat.: aqua = Wasser) sind die verbreitetste Art von Terrarien. Meist handelt es sich bei ihnen um Quader aus Glas oder durchsichtigem Kunststoff, die mit Wasser befüllt werden. Mit hilfe von Fischen oder auch Krebsen und Garnelen sowie Wasserpflanzen und Bodenmaterialien, meist Kies oder auch Sand, versucht der Aquarianer eine kleine Unterwasserwelt herzustellen und am Leben zu erhalten. Unterschieden werden u.a. Frischwasser-, Altwasser-, Süß- und Salzwasseraquarien, wobei auch die in ersteren gehaltenen Fische ursprünglich mitunter aus Salz- oder Brackwassergebieten stammen können und umgewöhnt werden. Ein Beispiel hierfür sind die Guppies; sie sind wegen Ihrer einfachen Haltung beliebte Anfängerfische. Für die Aufrechterhaltung der Lebensbedingungen sind ein Filter, eine Heizung (bei Tropischen Fischen) und eine Beleuchtung nötig. Der Filter kann als Innenfilter oder Außenfilter ausgeführt sein. Bei der Heizung ist heute ein Stabregelheizer am gebräuchlichsten, die vielfach propagierte Bodenheizung ist bei der aufstellung in beheizten Räumen nicht mehr nötig. Bei der Beleuchtung werden heufig Leuchtstoffröhren eingesetzt. HQL Brenner sind heute nicht mehr so gebräuchlich sie werden in zunehmenden Maße von den HQI Brenner verdrengt,die bei gleicher Wattzahl eine höhere Lichtausbeute bieten. Für Becken über 50cm höhe sind HQI Brenner erforderlich, da die Lichtstärke mit zunehmender Tiefe schnell ab nimmt.
In großen Zoos gibt es auch begehbare Aquarien, in denen der Besucher durch einen mit Glas überdachten Gang in einem mit Wasser gefüllten Raum geführt wird.
Das andere Extrem sind die vergleichsweise winzigen Goldfischgläser, die wegen ihrer viel zu geringen Wassermenge im Vergleich zur Menge an Fisch, die sich darin befindet, eine reine Tierquälerei darstellen: über die vergleichsweise sehr geringe Wasseroberfläche kommt es kaum zum notwendigen Luftaustausch. Da Goldfischgläser nicht mit Filtern ausgestattet sind, ist ein täglicher Wasserwechsel notwendig.
Eine besondere Art des Aquariums stellt die sogenannte Ecosphere dar. Sie bildet – anders als Aquarien in denen man die Fische füttern und über den Filter übeschüssige Stoffe entfernen muß – ein in sich abgeschlossenes Ökosystem.
Die Aquaristik ist ein in allen Altersklassen sehr beliebtes Hobby, das in vielen Länden gepflegt wird. In einigen afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern stellt der Export von Zierfischen einen wichtigen Wirtschaftszweig dar.
Auf Wassertiere spezialisierte Zoos bezeichnen sich ebenfalls als Aquarien. Beispiele hierfür sind das Kölner Aquarium am Zoo, der Aquazoo in Düsseldorf, das Sea Life Oberhausen oder auch das Seewasseraquarium in Wilhelmshaven.
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